Intensiv-Training Begegnungen mit Auslösern

 

Begegnungen mit Auslösern gibt es im Leben eines modernen Hundes viele und ständig: andere Hunde, Fahrradfahrer, Jogger, Kinder, Autos, Walker, Katzen…

 

Bisher nannte man das allgemeine Theater an der Leine noch „Leinenaggression“.

Da es sich aber nur ganz selten um echte Aggression dabei handelt und es somit sehr irreführend bezeichnet ist, nennt man es inzwischen lieber „Leinenreaktivität“.

 

Ein leinenreaktiver Hund schmeißt sich meistens mit ganzer Kraft in die Leine – und das ungeachtet seiner Körperkraft, will meistens offensichtlich zum Auslöser hin, bellt, kläfft oder fiepst und macht solch ein Theater, dass es Herrchen und Frauchen oft genug peinlich ist und man genervt auf irgendeine Weise und mit irgendeiner Methode das Verhalten zu unterbrechen oder zu verhindern versucht. Selten mit dem gewollten Erfolg.

 

Für den Hund hingegen war das Theater aber sehr wohl ein Erfolg, denn nachdem  er und Frauchen sich richtig aufgeregt haben, ist der andere Hund, oder Auslöser, in aller Regel weg, was eine Entspannung zur Folge hat.

Also wird der Hund sein Verhalten das nächste Mal wiederholen oder gar noch ein bisschen verfeinern, denn sein Erfolg wirkt verhaltensverstärkend.

Der Sinn hinter dem Verhalten des Hundes ist es in aller Regel, sich den Auslöser vom Hals zu halten oder zu vertreiben. Für uns ist es unerwünscht, für Ihren Hund macht das alles durchaus Sinn.

Leinenreaktivität hat immer eine Ursache.

 

Herrchen und Frauchen verzweifeln und sind frustriert und wenn vermeintlich alles ausprobiert ist, bleibt ihnen oftmals nur noch nachts oder bei schlechtem Wetter Gassi zu gehen oder fast bis ans Ende der Welt zu fahren, um ein bisschen Ruhe zu haben.

Das geht anders.

 

In unserem Training gehen wir einen ganzheitlichen Weg. In einem Erstgespräch klären wir die Ursachen für dieses Verhalten und gehen dabei auch auf gesundheitliche Aspekte ein. Es werden auch bisherige Trainingsversuche analysiert und welche Auswirkungen sie bereits auf das Verhalten des Hundes hatten.

 

Nachdem Sie und Ihr Hund nötige Grundlagen geübt haben, trainieren wir Begegnungen in einer für den Hund erträglichen und nicht reaktiven Distanz. Die Besonderheit unseres Trainings ist hierbei, dass wir dem Hund keinerlei Verhalten „beibringen“ – wir nutzen das Potential, das Ihr Hund bereits in sich trägt. Denn alle Hunde tragen es in sich, eine Situation selbst und deeskalierend zu beherrschen. Die meisten haben es nur noch nicht ausprobieren dürfen, weil die Situationen immer zu schlimm für sie waren und ihnen nur eine Bewältigungsstrategie zur Verfügung stand, die vermeintlich für die schnelle Entspannung gesorgt hat.

 

Ihr Hund lernt in den Trainings-Sets eine Selbstwirksamkeit und dass er es selbst in der Pfote hat, wie diese Begegnung ausgeht. Diese Erkenntnis wirkt gleichermaßen verstärkend und fördert sein Selbstbewusstsein – wie auch Ihres, denn es wird zukünftig entspannter werden.

Dieses Training gibt Ihnen Ihr gegenseitiges Vertrauen zurück. Sie lernen Ihren Hund lesen und seine Bedürfnisse erkennen.

 

Wie oft wir dieses Training wiederholen müssen, hängt von vielen Faktoren Ihrer gemeinsamen vergangenen Erfolge ab und wie gut Sie sich beide auf diese neue Strategie einlassen.

Wir üben mindestens einmal die Woche – besser sind natürlich 2 Termine.

Während der Trainingsphase sollten eskalierende Begegnungen weitestgehend vermieden werden, um den Trainingserfolg nicht zu zerstören.

 

Videos zum Training