Intensiv-Training Jagen verstehen & lernen

 

Jagen – für viele Hundehalter ein nervenaufreibendes Thema.

Nicht nur ausgesprochene Jagdhunderassen gehen gerne auf die Pirsch – das Jagen in den ersten vier Sequenzen haben eigentlich alle Hunde auf dem Plan. Ganz einfach, weil es Bedürfnisse stillt und ein gutes Gefühl verschafft und damit leider sehr selbstbelohnend wirkt.

 

Man kann damit rechnen, dass der Hund, wenn er einmal stiften gegangen ist, mit Sicherheit wieder dazu neigt, weil es schlicht und einfach Spaß gemacht hat. Und die „Abtrünnigkeit“ wird mit jedem Mal länger, weil der Hund jedes Mal den größeren Kick sucht. Das ist ein bisschen wie bei einer Sucht. Die Sucht nach einem guten Gefühl und einem tollen Erlebnis, ausgelöst durch viele Hormone, die in diesem Moment Party machen, man braucht immer ein bisschen mehr.

 

Die Jagd besteht aus 7 einzelnen Sequenzen: das Orientierungsverhalten,

Fixieren, Anpirschen, Hetzen, Packen, Töten und Zerreißen/Fressen.

 

Die letzen beiden kommen wirklich extrem selten vor, weil unsere Hunde nur sehr selten wirklichen Jagderfolg haben mangels entsprechendem Leidensdruck von Hunger und Überleben und Training und Schnelligkeit.

 

Von den ersten drei bekommt der Mensch als Otto-Normal-Spaziergänger und 1000-Dinge-im-Kopf-Haber eigentlich nicht wirklich etwas mit.

Sie erfordern ein gutes Wissen um die Körpersprache des Hundes und eine hervorragende Beobachtungs- und Reaktionsgabe. Und einen ebenso hervorragenden Trainingsstand des Rückrufes, denn so hätte man eine Chance einfach im richtigen Moment interessanter zu sein, als die erschnüffelte Spur oder das erspähte Reh.

 

Der menschliche Reaktionskreislauf beginnt allerdings meistens erst beim Hetzen, wenn der Hund sich plötzlich in Bewegung setzt und in einem Affenzahn davon jagt. Also im wahrsten Sinne des Wortes.

Dann wird gerufen, gepfiffen, vielleicht ein Stückchen hinterher gelaufen, aufgegeben und gewartet – er wird schon wiederkommen. Ganz risikolos ist das Ganze natürlich nicht. Man weiß nicht, wo der Hund hinläuft, entlang läuft, ob er sich nicht schlicht und ergreifend kräftemäßig überschätzt und irgendwo auf der Strecke einfach schlapp macht oder sich gar einer Situation stellt, der er nicht gewachsen ist.

 

Was folgt ist für den Hund meistens ein Leben an der Schleppleine und bestenfalls ein Anti-Jagd-Training.

„Anti“ heißt aber meistens, dass man versucht, dem Hund das Jagen irgendwie abzugewöhnen oder umzuleiten. Heißt, dass er es bestenfalls ganz lässt oder sich zu Alternativverhalten überreden lässt.

 

Irgendwie ist das aber nicht ganz so ultimativ artgerecht. Das Jagen liegt dem Hund ja im Blut und das Ausleben der einzelnen Sequenzen.

 

In unserem Training heißt unser Motto: Mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu Gemeinsamkeit.

 

Lernen Sie Ihren Hund zu lesen, zu verstehen und ihm ein verlässlicher Partner zu sein. Erleben Sie die Jagd als ein gemeinsames Abenteuer. Ihr Hund lernt, dass Sie ihn ernst nehmen und Sie gemeinsam Spaß haben können.

Natürlich heißt das nicht, dass Sie mit ihm gemeinsam querfeldein hetzen müssen. Ihr Hund wird mit kleineren gemeinsamen Aktionen zufrieden sein.

 

Das Training besteht aus einem Erstgespräch, in dem wir alles klären, was Sie bisher erlebt haben und wie und welche Maßnahmen bereits ausprobiert wurden. Daraufhin erfolgt ein Grundlagentraining und wenn diese vorhanden sind, geht es in die Natur.

Einmal die Woche findet das Training je nach Trainingsstand statt – es kann aber auch auf zweimal erhöht werden.