Intensiv-Training Leinenführigkeit

 

Leinenführigkeit ist eines der schwersten Trainings überhaupt, aber auch eines der wichtigsten, denn die Fähigkeit, entspannt an der Leine zu laufen zu können, ist die Grundlage eigentlich allen Verhaltens im Alltag.

 

Die Realität sieht meist so aus, dass der Hund auf der kompletten Leinenlänge und diese auf Zug angespannt, vor dem Herrchen läuft. Manchmal auch fliegt oder in der Luft hängt. Das kommt ganz auf die Größe des Hundes und Kraft des anderen Endes der Leine an. Besonders spannend wird es bei den allseits beliebten Flexileinen.

Irgendwie wirkt es wie ein ewiges Tauziehen. Der Hund will voraus und dorthin wo er gerne möchte, es geht nie schnell genug und Herrchen reißt ihn zurück oder versucht in sonst irgendeiner Art und Weise den Hund daran zu hindern.

Der Spaziergang wird so zum Kraftakt.

Der Spaß, den einst der gemeinsame Besuch der Natur machen sollte, bleibt komplett auf der Strecke.

Man gewöhnt sich an das Tauziehen und reagiert dann schon automatisiert, in dem man dem Hund immer mal wieder auf unterschiedliche Art und Weise „klar macht“, wer hier die Führung in der Hand hat. Meistens mit einem Leinenruck, einem nicht wirklich etablierten Kommando, schlimmstenfalls einem Tritt oder Zischlaut oder oder oder….  aber eine wirklich nachhaltige Wirkung wird dadurch nicht erzielt.

Und irgendwann ist es halt auch einfach so.

 

Ein Hund, der in der Leine hängt und immer nur ziehend vorwärts strebt, hat ein entsprechend hohes Erregungsniveau. Situationen, in die man beim Spaziergang geraten kann, können so viel schneller eskalieren, als wenn man in Ruhe und Gelassenheit unterwegs wäre.

Ein Hund, der so eine Leinenlänge komplett seinem folgenden Herrchen voraus ist, kann viel schneller einen entgegenkommenden Auslöser bemerken und natürlich auch so viel schneller reagieren. Herrchen bleiben auf die Entfernung und Anspannung beider kleine wichtige Anzeichen einer bevorstehenden Verhaltensänderung verborgen. Kommunikation kann nicht stattfinden.

Und wenn die jeweilige Reaktion des Hundes dann losgeht, sind diese 2m Leinenentfernung auch nicht mal eben ganz schnell überwunden, um eine Einwirkung möglich zu machen.

 

Also – Leinenführigkeit ist alles.

Leider lernt es sich nicht ganz so leicht und es erfordert ein wirklich kontinuierliches und konsequentes Training.

Im Welpenalter hat man es noch besonders leicht und kann sich das natürliche Verhalten des Kleinen zu Nutze machen.

Wenn aber der Hund erst einmal gelernt hat, dass die Leine nur eine Weglaufhinderung ist oder der Hund aus lauter Bequemlichkeit meistens ohne Leine laufen darf, weil er ja dann viel besser hört, ist es wirklich schwer. Denn son Ding macht für ihn im Hundeleben überhaupt keinen Sinn.

 

Aber auch schwieriges Training kann Spaß machen und so lernen Sie bei uns, wie man diesen Weg mit Erfolg beschreiten kann.

Es ist immer noch absolute Kontinuität und Konsequenz erforderlich, aber es lohnt sich.

Nach einem Erstgespräch hier auf dem Hundeplatz kann es für Sie und Ihren Hund losgehen. Wir arbeiten mit Markertraining und positiver Bestärkung. 

 

Termine hierfür sind ein- bis zweimal die Woche individuell möglich.